OT-Cybersecurity-Awareness-Schulung
Produktion schützen, indem Sicherheitsbewusstsein dort entsteht, wo gearbeitet wird.
Viele Cybervorfälle in industriellen Umgebungen beginnen nicht mit ausgefeilten Angriffen auf SPS oder Steuerungssysteme. Sie beginnen mit alltäglichen Handlungen: eine schädliche E-Mail öffnen, einen unbekannten USB-Stick verwenden, Zugangsdaten teilen oder Dritten unnötigen Fernzugriff gewähren.
Unsere OT-Cybersecurity-Awareness-Schulung vermittelt Mitarbeitenden, wie sich ihr Handeln auf die Produktion auswirkt, und zeigt ihnen, wie sie typische Cyberrisiken in industriellen Umgebungen erkennen und darauf reagieren.
Die Schulung richtet sich an Produktions- und Industrieunternehmen, die ihre Sicherheit verbessern möchten, ohne Mitarbeitende mit technischen Details zu überfordern.
Praxisnahe Schulung. Relevante Beispiele. Fokus auf eine laufende Produktion.
Warum es zählt
Menschen können Ihre stärkste Verteidigung oder Ihr schwächstes Glied sein
Technik allein kann eine Produktionsumgebung nicht schützen. Bedienpersonal, Instandhaltung, Ingenieure, Fremdfirmen und Büromitarbeitende treffen täglich Entscheidungen, die die Sicherheit entweder stärken oder Angreifern eine Tür öffnen.
OT-Cybersecurity-Awareness hilft Mitarbeitenden, riskante Situationen zu erkennen, typische Fehler zu vermeiden und zu verstehen, wie sich ihr Handeln auf die Produktion auswirkt.
Ebenso wichtig: Sie sind darauf vorbereitet, richtig zu reagieren, wenn doch etwas passiert. Zu wissen, wann man innehält, was man nicht anfassen sollte, wen man kontaktiert und wie man Auffälligkeiten meldet, kann den Unterschied zwischen einem eingegrenzten Vorfall und einem Produktionsausfall ausmachen.
Ziel ist nicht nur, die Wahrscheinlichkeit eines Vorfalls zu senken, sondern sicherzustellen, dass Ihr Team schnell und wirksam reagieren kann, wenn einer eintritt.
Bessere Sicherheitsgewohnheiten aufbauen
Mitarbeitende entwickeln praxistaugliche Routinen für den sicheren Umgang mit Produktionssystemen – von Wechselmedien über Engineering-Arbeitsplätze bis zur gemeinsam genutzten Infrastruktur.
Die Folgen alltäglicher Handlungen verstehen
Teams erkennen, wie sich Routineentscheidungen auf Produktion, Anlagenverfügbarkeit, Datenintegrität und Geschäftskontinuität auswirken.
Sicherere Zugriffsentscheidungen treffen
Mitarbeitende lernen, wann Fernzugriffe, externe Geräte, Lieferantenverbindungen oder geteilte Konten unnötige Angriffsfläche schaffen.
Souverän reagieren
Mitarbeitende wissen, wie sie handeln, wenn etwas nicht stimmt – wann sie die Arbeit stoppen, welche Informationen sie sichern und wie sie den Vorfall schnell eskalieren.
Zielgruppe
Wer teilnehmen sollte
Die Schulung lässt sich auf unterschiedliche Rollen in Ihrem Unternehmen zuschneiden. Typische Teilnehmergruppen sind:
Produktionsmitarbeitende
Schwerpunkt auf dem Erkennen verdächtiger Aktivitäten, dem richtigen Reagieren auf mögliche Vorfälle und auf Verhaltensweisen, die Cybervorfälle unwahrscheinlicher machen.
Ingenieure & IT-Mitarbeitende
Schwerpunkt auf Defence in Depth, typischen Angriffswegen, der Funktionsweise von Angriffen auf industrielle Umgebungen und den technischen Massnahmen, die sie verhindern oder eingrenzen.
Werksleitung & Entscheidungsträger
Schwerpunkt auf dem Verständnis von Cyberrisiken, betrieblichen und finanziellen Folgen, Risikominderung, Governance und der Priorisierung von Cybersecurity-Investitionen.
Unterschiedliche Gruppen sind unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Die Inhalte werden deshalb an Verantwortung und technisches Vorwissen angepasst.
Inhalte
Schulungsthemen
01
Was OT anders macht
Verstehen, warum Produktionssysteme nicht wie gewöhnliche Büro-IT behandelt werden können und wie sich Cybervorfälle auf Maschinen, Prozesse, Sicherheit, Qualität und Verfügbarkeit auswirken.
02
Wie Cyberangriffe die Produktion erreichen
Die häufigsten Wege kennenlernen, über die Angreifer aus der Büro-IT, über Fernzugriffe, Service-Laptops oder kompromittierte Konten in industrielle Umgebungen gelangen.
03
Das Prinzip Defence in Depth
Verstehen, warum OT-Sicherheit auf mehreren Schutzebenen beruht und wie Segmentierung, Zugriffskontrolle, Überwachung, sicherer Fernzugriff und gute betriebliche Praxis zusammenwirken, um Risiken zu senken.
04
Sicherer Umgang mit Wechselmedien
Verstehen, wie USB-Sticks, Service-Laptops und übertragene Dateien Schadsoftware in Produktionssysteme bringen können – selbst wenn diese nicht direkt mit dem Internet verbunden sind.
05
Konten und Zugangsdaten schützen
Verstehen, warum geteilte Konten, schwache Passwörter, zu weit gefasste Rechte und mehrfach verwendete Zugangsdaten unnötige Angriffsfläche schaffen – und wie ein besserer Umgang mit Zugängen dieses Risiko senkt.
06
Fernzugriff sicherer machen
Die Risiken von Lieferantenverbindungen, VPN-Zugängen, Fernwartung, unbeaufsichtigten Sitzungen und Support durch Dritte verstehen.
07
Die physische Seite der Cybersicherheit schützen
Erkennen, warum der physische Zugang zu Produktionsbereichen, Netzwerkschränken, Steuerungssystemen, Engineering-Arbeitsplätzen und Wartungsschnittstellen Teil der Cybersicherheit ist.
08
Erkennen, wenn etwas nicht stimmt
Ungewöhnliches Systemverhalten, unerwartete Abfragen, unbekannte Geräte, verdächtigen Netzwerkverkehr oder Änderungen erkennen, die nicht zum Normalbetrieb passen.
09
Unter Druck richtig reagieren
Wissen, was bei einem vermuteten Cybervorfall zu tun ist: wann man stoppt, was man nicht trennen sollte, wen man kontaktiert, welche Informationen zu sichern sind und wie man den Vorfall klar meldet.
10
Praktische Governance anwenden
Die betrieblichen Praktiken verstehen, die langfristige OT-Sicherheit tragen: Dokumentation, Asset-Inventare, Backups, Zugriffsüberprüfungen, Wiederanlaufprozesse, Lieferantenmanagement und klar definierte Verantwortlichkeiten.
Massgeschneidert
Schulung, zugeschnitten auf Ihre Umgebung
Allgemeine Cybersecurity-Präsentationen verfehlen oft ihr Ziel, weil Mitarbeitende den Bezug zu ihrer täglichen Arbeit nicht erkennen.
Unsere Schulung lässt sich an Ihre Produktionsumgebung, Ihre Anlagen, Prozesse und bestehenden Abläufe anpassen. Beispiele dafür sind:
SPS- und HMI-Umgebungen
CNC-Maschinen
Industrieroboter
Engineering-Arbeitsplätze
SCADA-Systeme
Fernwartungsverbindungen
Produktionsserver
Industrienetzwerke
Wartungslaptops
Software-Updates per USB
Das macht die Inhalte verständlicher und für den Arbeitsalltag relevanter.

Formate
Schulungsformate
Die Schulung kann in dem Format durchgeführt werden, das zu Ihrem Unternehmen passt.
Workshops vor Ort
Interaktive Sessions in Ihrem Betrieb, aufgebaut auf Ihrer Produktionsumgebung, Ihren Anlagen und Abläufen.
Virtuelle Sessions
Live-Online-Schulungen für verteilte Teams und mehrere Standorte – mit denselben Inhalten und demselben Austausch wie vor Ort.
E-Learning
Selbstlernmodule, die Mitarbeitende im eigenen Tempo und passend zu Schichtplänen und Produktionszeiten absolvieren.
Ergebnisse
Was Teilnehmende mitnehmen
Nach der Schulung können Mitarbeitende:
Typische Cyberbedrohungen erkennen
Verstehen, wie Cybervorfälle die Produktion beeinträchtigen
Riskantes Verhalten identifizieren
USB-Geräte und Service-Laptops sicherer handhaben
Fernzugriffe verantwortungsvoller nutzen
Verdächtige Aktivitäten erkennen
Wissen, wann und wie ein Vorfall zu melden ist
Ihre eigene Rolle beim Schutz der Produktion verstehen
Nutzen
Was Ihr Unternehmen gewinnt
Bei OT-Awareness geht es nicht darum, aus Mitarbeitenden Cybersecurity-Fachleute zu machen.
Es geht darum, vermeidbare Vorfälle zu reduzieren und eine belastbare erste Verteidigungslinie rund um Ihre Produktion aufzubauen. Der Nutzen umfasst:
Geringeres Risiko menschlicher Fehler
Frühere Erkennung verdächtiger Aktivitäten
Besseres Meldeverhalten bei Vorfällen
Stärkere Sicherheitskultur
Geringere Exposition durch Fremdfirmen und Fernzugriffe
Bessere Vorbereitung auf Kunden- und Compliance-Anforderungen
Beginnen Sie bei den Risiken, die für Ihr Unternehmen zählen
Jede Produktionsumgebung ist anders. Wir passen die Schulung an Ihre Anlagen, Ihre Belegschaft, Ihre bestehenden Sicherheitsmassnahmen und die für Sie relevantesten Risiken an.
Befähigen Sie Ihre Mitarbeitenden, Cyberrisiken zu erkennen, bevor daraus Produktionsprobleme werden.